Zum dritten Mal fanden im Rahmen der 5. Southern 500 2016 die All Bavarian-American RaceTruck-Hommage 200, kurz Abarth 200 statt. Gefahren wurde das Rennen mit Modellen die nach Vorbild der amerikanischen NASCAR Camping World Truck Series aufgebaut sind. Auf die Idee mit einem Pickup Truck, einer in den USA ja sehr beliebten Nutzfahrzeuggattung, in einem Oval, bzw. auch im allgemeinen Rennen zu fahren muss man erst einmal kommen. Die Serie die noch relativ neu ist entstand erst 1995. Die Idee entstand bereits 1991 aus Diskussionen um die Zukunft der Wüstenrallies. Es wurde dann auch Kontakt zur NASCAR Organisation bezüglich dieser Idee aufgenommen, man konnte wohl aber die Verantwortlichen von dieser Idee nicht überzeugen. Zu den Daytona 500 im Jahre 1994 stellte man dann einen Prototypen aus, gebaut vom Rennfahrer Gary Collins, der auf dem Chassis eines Winston Cup NASCARs basierte. Dieser Prototyp kam sowohl bei den Fans als auch bei Testfahrten im Jahre 94 so gut an, dass die NASCAR Organisation sich bereits im April 94 beschloss für 1995 eine Rennserie für die Pickup Trucks auszuschreiben. Die Pickup Truck Serie ist quasi die Einstiegsserie, für Hersteller und Fahrer in den NASCAR Rennzirkus. Die heutigen Trucks sind ca. 5,20m lang und 2m breit, wiegen ca. 1500 Kilo und ballern aus Ihrem 6 Liter V8 über ein 4-Gang Getriebe 650 bis 700PS (450 mit Begrenzer auf den Super Speedways) auf die Hinterachse.

Aber zurück zum Modellrennsport. Eigentlich auf 15 Teilnehmer beschränkt wurde das Teilnehmerfeld aufgrund des Zuspruches auf 18 Teilnehmer erweitert. Folgende Fahrzeugtypen waren vertreten. Basierend auf Plastikbausätzen (die die Originale bis ca. 1999 wiederspiegeln) 11 Chevrolet Silverado, 2 Ford F-150 und 4 Dodge RAM. Dazu gesellte sich ein Chevrolet Silverado Modell aus GFK, das dem Original entspricht, das seit ca. 2006 verwendet wird.

Das Qualifying.

Nachdem die Racer durch Carlos Chili vernünftig gestärkt waren und genügend mit Nascars und Trucks trainiert war startete gegen 20:00 Uhr das Qualifying für die Abarth 200. Sebastian H. konnte sich die Pole Position mit „einem“ Tausendstel Vorsprung vor seinem Vater Gerry H. mit einer Rundenzeit von 8,508s sichern. Beide traten mit einem in schlichtem Design aber wunderschön gebauten Chevy Silverado in weiß und rot an. Den dritten Startplatz sicherte sich Clubkollege Heiko S. mit 42 Tausendstel Rückstand auf Gerry. Startplatz 4 ging an Marcel C. der seinen eigenen Truck, aus technischen Gründen, leider in der Garage stehen lassen musste und auf einen Leihwagen aus dem Frühbauerschen Rennstall zurückgriff. Uwe verzichtete leider Aufgrund der Teilnehmerzahl und der Rennorganisationstätigkeiten auf einen Start. Platz 5 sicherte sich Manfred H. und zeigte sich mehr als überrascht, da sein Chevy Truck nach kurzer Überarbeitung am Dienstag vor dem Rennen nur zwei Runden gedreht hatte und ansonsten das letzte Jahr unbeachtet in der Renngarage verbracht hatte. Spanier und Wahlösterreicher Alfredo N. platzierte seinen Truck auf Position 6. Unser Chili Koch Carlos I. stellte seinen GFK Chevy im modernen HAAS Design auf Position 7. Auf den weiteren Plätzen unser Münchner Malermeister Jürgen K., gefolgt vom Berliner Franken Peter T. und vom Italien Franken, das kommt mir spanisch vor, Franco G. auf Platz 10. Die weiteren Plätze in der Tabelle.

Qualifying Abarth 200 2016    
1. 8,508 s Sebastian Höbelt
2. 8,509 s Gerry Höbelt
3. 8,551 s Heiko Stiller
4. 8,779 s Marcel Czibulinski
5. 8,842 s Manfred Herklotz
6. 8,861 s Alfredo Navaro
7. 8,882 s Carlos Invernati
8. 8,917 s Jürgen Kriha
9. 8,955 s Peter Thönnißen
10. 8,980 s Franko Gravili
11. 9,041 s Marcus Dietrich
12. 9,074 s Lienhard Goldbach
13. 9,103 s Björn Bensieck
14. 9,192 s Claus Peter Hettler
15. 9,256 s Heiner Pangratz
16. 9,267 s Sven Schulz
17. 9,613 s Jan S.
18. 10,068 s Bernhard Goldbach

Das Rennen.

Los ging‘s ins Rennen mit 3 Gruppen je 6 Fahrer mit einer Fahrzeit von 5 Minuten je Spur. In der ersten Gruppe starteten die 5 Berliner Björn B., Sven S., Jan S., Bernhard G. und Claus-Peter H. und unser niederbayerisches Clubmitglied Heiner P. Steigern konnte sich in dieser Gruppe Sven, der immer besser mit der Bahn zurechtkam und sich immerhin auf Rang 12 vorarbeitete. Jan S. nach einer Southern Pause im letzten Jahr zum 2. Mal auf dem Forstener Geläuf unterwegs hatte sichtlich mit seinem Material zu kämpfen, so reichte es leider nur für die goldene Ananas für Platz 18. Die weiteren Berliner Recken konnten entweder ihre Position halten CP (14), um eine Position verbessern Bernhard (17) oder um 2 nach unten rutschen Björn auf Platz 15. Heiner konnte seine Startposition auch nicht verteidigen und landete auf Platz 16 in der Endabrechnung.

In der nächsten Startgruppe traten P3 Mitglied Carlos, die Franken Peter und Franko, der Münchener Jürgen K., der Frankfurter Markus D. und dem Berliner Lienhard G. an. Also einmal quer durch Deutschland. Die beiden Norditaliener konnten sich je um eine Position verbessern, Carlos platzierte sich auf 6 im Endergebnis, Jürgen K. hatte seinen Finger im Griff, nicht immer so selbstverständlich, und folgte auf Platz 7. Die Franken machten es genau anders und büßten beide je einen Platz gegenüber dem Qualifying ein, Peter rutschte auf Platz 10, Franko auf Platz 11. Marcus D. rutschte leider etwas ab, Platz 13 im Endergebnis. Seine Klasse zeigte Lienhard, als Rookie das erste Mal auf dem Forstener Speedway unterwegs, arbeitete sich von 12 auf Platz 8 hoch und setzte damit schon mal ein Zeichen für die am nächsten Tag bevorstehenden Southern 500, dass da noch mehr geht.

Dann ging‘s los für die schnellsten des Qualifyings. Das Ingolstädter Vater-Sohn Gespann Gerry und Sebastian, GFK Zauberer Marcel C., der rote Bulle Alfredo N. und die P3er Heiko S. und Manfred H. mussten ran. Marcel konnte die tolle Zeit aus dem Qualifying, die ihn von Platz 4 starten lies, leider nicht die Renndauer und über alle Spuren hinweg halten und verlor 5 Plätze, Platz 9 in der Ergebnisliste. Alfredo machte 2 Positionen gut und verpasste mit Platz 4 nur knapp einen Stockerlplatz. Manfred, wie oben schon erwähnt überrascht von der Performance seines Trucks, konnte diese auch im Rennen halten und sicherte sich den 5. Gesamtrang. Heiko S. war der einzige der die Performance der Familie Höbelt mitgehen konnte und schob sich sogar an Gerry vorbei auf Platz 2. Nicht einzuholen war allerdings der weiße Chevy Silverado von Sebastian. Mit fast 2 Runden Vorsprung holte er sich den Gesamtsieg und damit den Pokal für die Abarth 200 2016. Herzlichen Glückwunsch an Sebastian. Und natürlich auch an alle Teilnehmer an dem äußerst spaßigen Rennen.

Rennergebnis

Zum dritten Mal fanden jetzt die Abarth 200 im Rahmen der Southern 500 statt und haben sich mehr als etabliert. Es ist wie die Vorspeise die Appetit auf das Hauptgericht am Samstag macht. Die Trucks machen richtig Spaß auf der Bahn und der Druck ist noch nicht ganz so groß wie beim Hauptrennen mit den Nascars. Wir freuen uns schon sehr auf die 4. Abarth 200 2017, wenn es wieder heißt „Gentlemen start your Engine!!!“

Grüße.

Manfred